Ich komme aus Franken und würde nicht von mir behaupten, dass ich einen besonders stark ausgeprägten fränkischen Dialekt habe (zumindest für fränkische Verhältnisse). Wenn ich Franken mit anderen Gebieten in Deutschland vergleiche, würde ich aber schon sagen, dass dort der Dialekt (noch) sehr verbreitet ist. Dialekte haben eben auch etwas mit Identifikation der zur Region zu tun und da klammern sich viele Franken noch sehr dran, daher auch oft Sätze wie "Ich kumm aba wergli ned aus Bayern ich bin a Frange".
Ich habe bisher noch keine negativen Erfahrungen mit meinem (leichten) Dialekt gemacht, und das obwohl es im Fränkischen so grammatikalische Glanzleistungen wie "du bleder Depp du" gibt. Ich mag eigentlich auch fast ausnahmslos alle Mundarten in Deutschland, auch das öft verpönte Sächsisch und Schwäbisch (aba am schensten is hald scho des Frängische

).
Passend dazu noch ein kleiner Witz:
Gott erschuf am achten Tag die Dialekte, und fast alle waren glücklich.
Der Berliner sagte: "Ick hab nen wahnsinns-knorke Dialekt, det kannste mir gloobn, wa."
Der Hanseate sagte: "Hummel, Hummel, mors mors, an der Waterkant snackt man an besten!"
Der Kölner sagte: "Kölle alaaf, du Jeck, mit Kölsch feiert man Karneval"!
Der Hesse sagte: "Babbel net, du Aschebeschä, an die Hesse kommt keiner ran!"
Der Sachse sagte: "Gensefleisch mol Ruhe geem, nur äs Säxsch is glosse!"
Allein für den Franken war leider kein Dialekt mehr übrig. Da ging er fort und war sehr traurig.
Schließlich sagte Gott: "Etz dou di hald ned oh, nou reddst hald wäi iiech."